Extravaganz aus dem Barockkeller.

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Ein Gastbeitrag von Alexander Stock. Symbolfoto: © shutterstock

Brandy, Cognac oder Weinbrand? Top-Qualität ist nicht immer eine Frage geschützter Namen. Das kennen wir doch von der Schaumschlacht um Champagner, Cremant und Sekt. Trotzdem bleiben Herkunftsbezeichnungen scheinbar wichtiger.

Klar klingt Cognac cool nach Frankreich, Brandy nach Spanien oder Amerika. Das Marketing hat fast alles vereinnahmt – und was bleibt uns?

Der Weinbrand – und ein kleines Dorf im nördlichsten Weinviertel mit einem herausragenden XO nach aller Kunst der Cognacs, Armagnacs oder Calvados. 🙂 So wie man es angeblich bei den großen Manufakturen wie Hennessy und Co. macht, wird auf Gut Hardegg nur das Beste vom Besten aus den besten Jahrgängen kunstvoll „zusammengeschüttet“ (assembliert) – mit System, versteht sich. Unterschiedlich alte Chargen, ganz nach Ermessen des Kellermeisters. Der Aufwand lohnt sich – zumindest für den Geschmack und die Finesse dieses raren XO, der die Jahrgänge 1998, 1999 und 2000, jeweils gebrannt aus Grüner Veltliner Wein und über 20 Jahre in kleinen Eichenholzfässern gelagert, vortrefflich vermählt. XO bedeutet (Extra Old), auch bekannt als Napoléon, dafür beträgt die Mindestreifezeit zehn Jahre, auf Gut Hardegg 20 Jahre.

Graf Hardegg
XO 20 Jahre Veltlinerbrand

„Würzig, fruchtig-elegante Nase, sehr duftig mit perfektem Holzeinsatz; viel Fülle und Extrakt am Gaumen mit trockener Stilistik, gute Balance und Finesse; außerordentlich fein.“

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Die Rebsorte Grüner Veltliner eignet sich ganz besonders bei früher Ernte für vielschichtige Brände. Aus diesen Trauben entsteht ein leichter Wein mit einem hohen Säuregehalt. Die Brände werden in Kupferkesseln doppelt gebrannt und es wird ihnen weder Zucker, Fremdalkohol noch Aromastoff zugesetzt. Während des Destilliervorgangs wird der Brand in den Vorlauf, den Rohbrand und in den Nachlauf aufgeteilt. Nur das Mittelstück des Brandes, der Rohbrand, wird zur Weiterverarbeitung verwendet. In einer weiteren Destillation wird der Rohbrand auf den sogenannten Feinbrand mit höherer Aroma- und Extraktkonzentration reduziert.

Während der Lagerung erfolgt ein Alkoholabbau auf rund 39% und der Veltlinerbrand Reserve reift zu einem mild würzigen, finessenreichen Edelbrand heran. In dieser Zeit verfärbt er sich auf natürliche Weise auch zu einem bräunlich-bernsteinfarbenen Destillat.

Mehr extravagant als cool…

[…] Brandy, der Traditionalist
Nein, hip wird der Brandy wohl in absehbarer Zeit nicht. Dafür ist er dann wohl doch nicht massentauglich genug – mehr extravagant als cool. Ein Comeback wie es der Gin hinlegte, ist nicht zu erwarten. Obschon das eigentlich gar nicht so abwegig ist. Denn Brandy mag vielen zwar immerhin als Pur-Version noch geläufig sein, vor allem wenn es um qualitativen Brandy geht. Dass er aber eine hervorragende Basis-Spirituose ist, fällt meist hintenüber. Tatsache ist: der Brandy steht nicht aus Dekorationszwecken in den Barregalen. Er ist nach wie vor ein gern genommener Aromatikbringer in Cocktails – und damit ist nicht nur der Brandy Alexander gemeint. Der Mint Julep gehört dazu und natürlich der Klassiker: Sidecar. Wer Whisky Sour liebt, sollte mal einen Brandy Sour probieren. Die Liste ist lang. Und das aus gutem Grund. Denn ein guter Brandy schmeckt fantastisch. Je nach Reifegrad fruchtig, nussig, würzig, holzig. Weiß halt heute nur kaum noch einer. Schade. […]

Zitat aus: https://www.stern.de/genuss/weinbrand–warum-es-sich-lohnt–endlich-die-brandy-flaschen-zu-entstauben-30863538.html

Beachten Sie auch folgende Artikel zum Download:
> Vom Wert der Natur
> DiePresse am Sonntag über Gut Hardegg
> Warum Wasser mehr ales ein Betriebsmittel ist

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